Birds and Dice – This Is Indie Filmmaking

Während der letzten Jahre durften wir zahlreiche kommerzielle Projekte realisieren. Wir haben wir gelernt, wie wichtig eigene narrative Projekte für uns als Team und Unternehmen sind. Neben der Freude, die eine Eigenproduktion bringt, bietet sich hier auch eine äusserst wichtige Spielwiese: Wir können unsere kreativen Muskeln stärken und neue Ideen testen. Die Teilnahme an Film Contests war für uns in den vergangenen Jahren eine solche kreative Spielwiese. Unser 72-sekündiger Kurzfilm VAND entstand so ihm Rahmen des ZFF72, dem 72-Stunden Contest des Zürcher Film Festival. Dieses Jahr wollten wir mit Birds and Dice eine grössere narrative Produktion lancieren, die mehr in die Richtung der von uns angebotenen Dienstleistung „Branded Entertainment“ geht. 

Die Produktion

Ausgehend von der packenden Geschichte aus Julius Siegenthalers Feder, haben wir uns hier vor allem im Look und Feel hohe Ziele gesteckt. Wir wollten mit einem bescheidenen Budget einen Kurzfilm realisieren, der sich nach sehr viel mehr anfühlt und aussieht. Mit Lars Fankhauser, Jean-Christophe Dupasquier und Janosch Röthlisberger konnten wir drei hervorragende Filmemacher für das Projekt gewinnen. Als unsere technischen Wünsche durch ein unglaublich grosszügiges Sponsoring von Zumirent.ch erfüllt wurden, legten wir alle Hebel auf volle Kraft voraus. Nach knapp einem Monat Preproduction im März, fiel bereits Anfangs April schliesslich die erste Klappe.

Während von Konzentration bis Intimität vieles dafür spricht eine Crew möglichst klein zu halten, haben grössere Sets doch eine ganz andere, eigene Atmosphäre. Im Idealfall entfaltet sich an einem grossen Set eine kollaborative Kreativität, wie kaum sonst irgendwo. So hatte es denn auch etwas ganz Besonderes, als am Set von Birds and Dice doch dann 22 motivierte Leute Hand in Hand arbeiteten. Da Story-bedingt während zwei sehr langen Nächten gedreht wurde, war es nicht selbstverständlich, dass die Stimmung und Konzentration während der ganzen Zeit derart hoch blieb. Gedreht wurde auf zwei brandneuen RED EPIC-W Helium in 8K, die in Kombination mit dem liebevoll ausgestatteten und hervorragend ausgeleuchteten Set den angestrebten Look erzeugten. 

Nach zwei genau so anstrengenden wie produktiven Nächten und mit zwei Drehblöcken, hatten wir schliesslich alles im Kasten und machten uns müde aber glücklich an die Postproduction. 

Grosse Lichter, Nebelmaschinen (Haze um genau zu sein), schwere Kameras auf noch schwereren Kräne: Diese Bilder lassen das Herz so manchen Filmemachers höher schlagen. Mit Birds and Dice wollten wir beweisen, dass solch hervorragendes Equipment nicht einfach als teures Spielzeug zu sehen sind. Vielmehr können sie mit etwas Geschick, Wissen und Vorstellungsvermögen dazu eingesetzt werden, um spannende Geschichten zum Leben zu erwecken. Dank dem Herzblut und Einsatz der komplett unentgeltlich arbeitenden Crew und des genial spielenden Cast war es uns möglich aus den knappen verfügbaren Ressourcen das beste herauszuholen. An dieser Stelle ein dickes Lob und Merci an alle!

BTS Bilder

Das narrative Filmemachen ist unsere Leidenschaft. Hier können Emotionen erforscht, erzeugt und transportiert werden. Gleichzeitig werden Themen und Fragen behandelt, die uns seit jeher beschäftigen. Diese hohe Kunst gilt es zu üben und zu schleifen und das geht unserer Ansicht nach nur, in dem man narrative Filme macht. Vom kleinsten Schnitt bis zum grossen inhaltlichen Zusammenhang stösst man während der Realisation auf tausende kleine und grosse Probleme und deren Lösungen, über die man in keinem Buch der Welt etwas lesen kann. Erst wenn man den Prozess wieder und wieder durchmacht, baut man Projekt für Projekt einen Schatz an Erfahrungen, Wissen und Können auf, auf den man sich in jedem Fall verlassen kann. Birds and Dice war genau ein solches Projekt in dem wir vieles gelernt aber auch bereits gelerntes erneut testen konnten.